
Für sich selbst zu entscheiden, sich aktiv an kollektiven Entscheidungsfindungen zu beteiligen, die eigenen Interessen und die der Gleichgesinnten zu vertreten, sind Hebel für den Aufbau einer inklusiven Gesellschaft, in der jeder sich ausdrücken, mitwirken, seinen Platz finden und sich vertreten fühlen kann.
Die APEMH hat im September 2022 ein Mobilitätsprojekt für Fachleute, Selbstvertreter und Personen mit der Rolle eines „Peers“ gestartet, das folgende Themen behandelt:
- Werkzeuge und Vernetzung von Selbstvertretern und Peers
- Ausübung von Bürgerrechten, Verständnis des institutionellen Systems
- die Entwicklung von Selbstbestimmungsfähigkeiten
- den koproduktiven Ansatz.


Ziel des Projekts
Ziel des Projekts ist es, sich mit Partnerorganisationen auszutauschen, die sich in denselben Themenbereichen engagieren, und einige Tage vor Ort zu verbringen, um bewährte Praktiken zu beobachten, mit Gleichgesinnten zu sprechen, Hilfsmittel zu entdecken und langfristige Partnerschaften aufzubauen.

Besuch einer Gruppe von Selbstvertreter*innen der APEMH in Gent, Belgien
Im September 2025 ist eine Gruppe von acht Selbstvertreter*innen und Fachkräften der APEMH nach Gent in Belgien gereist. Ihr Ziel war es, andere Selbstvertreter*innen zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und über wichtige Themen wie Diskriminierung oder falsche Vorstellungen über Menschen mit einer Beeinträchtigung zu sprechen.
Während drei Tagen hat die Gruppe an vielen Aktivitäten teilgenommen:
• persönliche Erfahrungsberichte teilen,
• ihre Projekte und Werkzeuge vorstellen,
• sich mit anderen Selbstvertreter*innen austauschen,
• und natürlich die Stadt Gent entdecken.
Dieser Besuch hat allen ermöglicht, Neues zu lernen, sich auszudrücken und die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen zu stärken, die sich für die Rechte und Inklusion von Menschen mit einer Beeinträchtigung einsetzen.

Inspirierender Erasmus + Austausch in Antwerpen bei De Vijver/Buitensporig – 23. bis 24. April 2026
Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben war für zwei Tage in Antwerpen. Der Besuch fand im Rahmen des Erasmus + Programms statt. Wir besuchten dort die Organisation De Vijver / Buitensporig.
Am ersten Tag wurden wir freundlich begrüßt. Wir nahmen an einem „Drop‑in Moment“ teil. Dort konnten wir mit Teilnehmenden und Freiwilligen sprechen. Es gab selbstgemachte belgische Waffeln. Danach lernten wir die Arbeit der Freiwilligen besser kennen. Die Freiwilligen sind bei De Vijver sehr wichtig. Einige erzählten uns von ihrer Arbeit.
Am Abend aßen wir gemeinsam im Restaurant Barix. Das Restaurant wird von Freiwilligen geführt. Danach gab es eine Feier. Mit dieser Feier bedankte sich De Vijver bei den Freiwilligen für ihre Hilfe.
Am zweiten Tag wurde uns die Webseite von Buitensporig gezeigt. Auf der Webseite können Teilnehmende selbst Aktivitäten auswählen und buchen. Die Webseite ist einfach zu benutzen.
Danach fuhren wir mit Rikschas. Das sind Taxi‑Fahrräder. Die Rikschas gehören zum Projekt „RiksjaRijden“ und werden von Freiwilligen gefahren.
Zum Abschluss besuchten wir Wohnhäuser und Tageszentren. Dort gibt es viele Angebote, zum Beispiel Backen, Nähen, Holzarbeiten, Malen, Arbeit mit Tieren und Bienen sowie Keramik.
Die zwei Tage waren sehr schön und lehrreich. Wir haben viel über Freiwilligenarbeit und digitale Angebote gelernt.
Vielen Dank an De Vijver / Buitensporig für den schönen Austausch!